Hans-Ziegenaus"Wo bekommen wir nur gutes Holz für unsere Haushaltsbrettchen her?" Diese Frage stellte ich mir Mitte des Jahres, als die Idee eines Onlineshops für unsere hauseigenen Waldrian®-Holzprodukte heranreifte. "Das find ich doch im Netz!" schoss es mir in den Kopf. Aber nein, irgendwas widerstrebte in mir, auf diesem Weg nach gutem Holz zu suchen. Ich entschied mich für den ´altmodischen´ Weg. Ich fragte nicht das Internet, nein. Ich rief kurzerhand meinen Freund Günther an, der musste das wissen als ´alter´ Meringer. Und meine Vermutung wurde bestätigt: "Geh zum Ziegenaus nach Rederzhausen, gleich in der Nähe von Friedberg" meinte Günther (Anmerkung: Friedberg bei Augsburg/Bayern) "Der hat sicher das Holz für Deine Brettchen, und bestimmt vieles mehr, was Du verarbeiten kannst."

Wo soll unser Holz herkommen

Gesagt, getan. Und angerufen, um nachzufragen, ob man adäquates Brettermaterial vorrätig habe. "Sägewerk Ziegenaus, Grüß Gott." sagte die freundliche Dame am anderen Ende der Telefonleitung. "Da stelle ich Sie mal zum Chef durch." antwortete sie auf meine Frage. Es knackste in der Leitung und schon meldete sich der Chef selbst, das Nachlaufen einer Kreissäge dröhnte noch ein paar Sekunden im Hintergrund. Ich stellte mich noch einmal vor, nannte dabei den Namen unserer Firma und den Grund für den Holzbedarf. "Klar, da hab ich ´was für Sie: Beste Roteiche, geschlagen hier ganz in der Nähe." Ziegenaus schien sichtliches Interesse an dem Verwendungszweck der Bretter für die Waldrian-Produktion zu haben.

Schnell kürzten wir das Gespräch ab, da mir Ziegenaus anbot, gleich vorbeizukommen. Und ich war ´heiß´ auf die Bretter, zumal es sich offensichtlich um Holz aus heimischen Wäldern handelte.

Und im Sägewerk in Rederzhausen angekommen wurde ich von Hans, wir waren schnell ´per Du´, nicht enttäuscht. Die Bretter aus Roteiche, von denen er am Telefon gesprochen hatte, sagten mir Staemmeauf Anhieb zu. Da war mit meiner Kapp-und-Gehrungssäge in meiner Werkstatt sicher einiges an schönen Brettchen heraus zu holen. Wir wurden handelseinig. Hans ließ alles andere stehen und liegen und machte sich daran, die Bretter für mich abzuhobeln. Beim Aufladen erzählte er mir, die betreffenden Roteichen kämen ganz aus der Nähe, aus dem Blumenthaler Forst im Landkreis Aichach-Friedberg. "Klasse, der  weiß er, wo sein Holz herkommt, - und meine Bretter sind auch noch aus der Umgebung.", dachte ich. Das gefiel mir. Schnell reifte bei mir die Idee, ihn bald mit einem eigenen Portrait auf Waldliebhaber.de vorzustellen. Hans war sofort einverstanden.