2,5 Meter hoch: dieses Exemplar ist ein Riesenbärenklau.Der Riesenbärenklau ist eine gigantische Erscheinung, die derzeit an vielen Waldrändern blüht. Es gilt: Abstand halten. An sonnigen Tagen verursacht die Pflanze schwere Verbrennungen. Besonders für Kinder, die sich unter den Stauden verstecken, kann es gefährlich werden. Auch Radfahrer oder Spaziergänger sind gefährdet, wenn sie die Pflanze unbeachtet streifen. Aufgepasst! Alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe, die sogenannten Fucorumarine.

Alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe, die sogenannten Fucorumarine. Reagieren diese mit Sonnenlicht, drohen ernste Verbrennungen: Die Haut wird rot, juckt, schwillt an und bildet Blasen. Nach Hautkontakt mit dem Riesenbärenklau empfehlen Experten, die betroffene Stelle mit viel Wasser zu waschen und Tageslicht zu meiden.

Bärenklau – Riese oder Wiese?

Ab Juni zieren die weißen Blütendolden des Bärenklaus feuchte Waldgebiete, Wiesen und den Wegesrand. Meist handelt es sich – zum Glück – nicht um den Riesenbärenklau, sondern um seinen kleineren Verwandten, den Wiesenbärenklau. Dieser enthält deutlich weniger Gift. Wie man die Beiden unterscheidet? Der Wiesenbärenklau wird maximal 1,5 Meter hoch; ihm fehlen die für den Riesenbärenklau typischen roten Flecken auf dem Stängel. Der Riesenbärenklau erinnert mit einer Höhe von bis zu vier Metern und bis zu einem Meter langen Blättern an eine gigantische Schafgarbe.

Eindringling Riesenbärenklau

Der Wiesenbärenklau ist in Europa heimisch. Sein riesiger Verwandter dagegen stammt aus dem Kaukasus. Seit der Riesenbärenklau im 19. Jahrhundert eingeschleppt wurde, überwuchert er zunehmend einheimische Pflanzen. Viele Gemeinden bekämpfen den Eindringling. Wer Riesenbärenklau in seinem Garten entdeckt, sollte die Pflanzen mähen und – wenn möglich – ihre Wurzeln ausgraben. Schutzkleidung ist erforderlich, um Verbrennungen zu vermeiden. Damit sich der giftige Eindringling nicht erneut ausbreitet, empfehlen Naturschutzbehörden, die entfernten Blüten und Wurzeln zu verbrennen.  

Foto und Redaktion: Julia Ehmer/Waldliebhaber.de

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