Der Hegau in Süddeutschland: eine Reise wert.Wer an das Westufer des Bodensees fährt, kommt am Hegau kaum vorbei. Das Besondere an dieser Landschaft im Süden von Baden-Württemberg: die vielen Berge vulkanischen Ursprungs. Die skurrile Topografie bescherte der Landschaft den Namen „Des Herrgotts Kegelspiel“.

Der Hohentwiel bei Singen

Eine der bekanntesten Erhebungen des Hegaus ist der Hohentwiel bei der Stadt Singen. Auf seinem 686 Meter hohen Gipfel steht die größte Burgruine Deutschlands, die neun Hektar große Festung Hohentwiel. Um 914 erbaut lockt sie heute pro Jahr über 100.000 Besucher auf den Vulkanberg.

Vulkankegel prägen die Landschaft

Weitere markante Erhebungen sind der 643 Meter hohe Hohenkrähen, der 665 hohe Mägdeberg oder der 844 hohe Hohenstoffeln. Die Entstehung der Vulkanberge begann vor etwa 14 Millionen Jahren, als es an vielen Stellen Magma spuckte. In der Riß-Kaltzeit vor 150.000 Jahren wurde das Magma dann freigelegt: Zurück blieben neun kegelförmige Relikte vulkanischer Aktivität. Auf allen Gipfeln wurden im Laufe der Zeit Burgen und Schlösser gebaut.

Steinzeithöhlen und Wasserphänomen

Weitere Must-sees sind der Aachtopf, eine der größten und ergiebigsten Quellen Deutschlands, der Eiszeitpark bei Bittelbrunn mit seinen einmaligen steinzeitlichen Fundorten sowie die Halbinsel Höri zwischen Stein am Rhein und Radolfzell. Ein Abstecher in den Hegau lohnt sich!

 

Redaktion und Foto: Julia Ehmer/Waldliebhaber.de 

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