Fuchs-mit-Fasan-1Montagabend, mitten in den Tegernseer Bergen, gegen 21 Uhr, es dämmerte schon spürbar. Ich hatte das Fenster meines im Erdgeschoss gelegenen Gästezimmers weit geöffnet, um meine Lungen mit der frischen und klaren Berg- und Waldluft vollzupumpen. Ein Schatten näherte sich von rechts, etwa fünf Meter von meinem Fenster entfernt. "Hui, ein Hund, der ein Spielzeug mit sich im Maul herumträgt."  schoss es mir in den Sinn. Aber irgendetwas war anders an diesem ´Hund´.

Schwalbenschwanz-PaarLiebe macht blind – Dieser alte Spruch wurde uns am vergangenen Sonntag während unserer Kanufahrt auf dem Lech plastisch vor Augen geführt. Kurz vor dem Anlegen an einer seichten Uferstelle am Waldesrand fiel uns ein noch leicht flatterndes Etwas auf der Wasseroberfläche auf. Beim näheren Hinsehen, wir paddelten vorsichtig näher, sahen wir, dass es sich um zwei miteinander verschlungene Schmetterlinge handelte. Es waren, wie sich später herausstellte zwei Prachtexemplare der Gattung ´Papilio machaon´, auf Deutsch Schwalbenschwanz-Falter. Die beiden, offensichtlich unvorsichtig während ihres Liebesakts, mussten von einem der nahen Schilfhalme ins Wasser gefallen sein.

 - WolfBrandenburgs Wölfe haben polnische Vorfahren und deren  Vorkommen hat eine Schlüsselfunktion für die Rückkehr des Wolfes nach Brandenburg - das sind die Hauptergebnisse einer ersten Genanalyse der Umweltschutzorganisation WWF, die das Land Brandenburg in Auftrag gegeben hatte. „Jetzt wissen wir, dass die Brandenburger Wölfe eindeutig der Mitteleuropäischen Tieflandpopulation angehören. Hinweise auf Hund-Wolfs-Hybriden, Gehegeflüchtlinge oder eine Ansiedlung durch Menschenhand gibt es hingegen nicht“, teilte Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack vergangene Woche mit. „Brandenburgs Wölfe sind eindeutig die Nachfahren polnischer Einwanderer“, unterstrich auch Wildbiologe Dr. Janosch Arnold von der Umweltschutzorganisation WWF.

zweiwoelfe webWölfe legen auf der Suche nach Beute und neuen Revieren täglich bis zu 40 Kilometer zurück. In einem Land wie Deutschland, das mit einem gut ausgebauten Verkehrsnetz auffährt, kommt es so zwangsläufig zu Begegnungen zwischen Auto oder Zug und Wolf. Seit 2000 kamen so mehr als 50 Wölfe ums Leben. Bei einer aktuellen Anzahl von etwa 100 Exemplaren wiegt eine solche Quote besonders schwer für die Population des Raubtiers.

 - Damwild Sie denken, das sei ein Reh? Leider nein. Das hier ist eine Damhirschkuh. Zu erkennen an den weißen Flecken auf dem hellbraunem Fell. Aber trotzdem haben Damwild und Reh einiges gemeinsam: Sie gehören beide zur Familie der Hirsche. In diese Familie gehören beispielsweise auch Elche, Rentiere und Rotwild. Damhirsche paaren sich übrigens immer ab Mitte oder Ende Oktober bis Anfang November. Die Tragezeit beträgt dann ca. 32 Wochen. Es wäre also gut möglich, dass die Damhirschkuh auf unserem Foto zwischen Juni und Juli ein Kälbchen zur Welt bringt.