- Wisent, König des Waldes in der "Wisent-Welt"Wussten Sie eigentlich, dass der Wisent, der „Europäische Bison“, auch bei uns einst „König des Waldes“ war? Und dass er nur knapp vor dem Aussterben bewahrt werden konnte? Mit nur zwölf Tieren, die in Zoos und Tiergehegen überlebt hatten, rettete man die Art, die besonders in Osteuropa wieder heimisch geworden ist – zumindest vorerst. Aber auch hierzulande gibt es inzwischen zahlreiche Wisentgehege mit rund 600 Tieren, 80 Tierhaltern und vielen Freunden und Förderern, die sich für das imposante Tier einsetzen. Zu den Fördermaßnahmen kann man sicher auch seine erneute Wahl zum „Wildtier des Jahres 2014“ im November vergangenen Jahres zählen. Schon 2008 hatten die Mitglieder der „Schutzgemeinschaft Deutsches Wild“ dem Wisent diese Ehre zukommen lassen. Mit seiner wiederholten Auszeichnung, so hoffen seine Unterstützer, kann der europaweiten Erhaltungszucht jetzt ein noch größerer Schub verliehen werden. Maßgeblicher Hintergrund der Ehrung war die erfolgreiche Auswilderung einer Wisent-Herde im Rothaargebirge bei Bad Berleburg (NRW) - dass die Bisons dort in einem bewirtschafteten Wald frei umherziehen können, ist bisher einzigartig in Westeuropa.

 - Männchen der Kleinen Moosjungfer Die Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) ist die Libelle des Jahres 2014. Dies teilten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) heute der Presse mit. Entsprechend der Roten Liste der in Deutschland heimischen Libellen wird die Kleine Moosjungfer inzwischen als „gefährdet“ eingestuft. In einigen Regionen sei ihr Bestand bereits rückläufig, so die Verbände. „Die Gefährdung der Libellen steht beispielhaft für die generelle Bedrohung der Natur. Die Kleine Moosjungfer leidet unter dem Schwund von Mooren, in denen sie normalerweise häufig vorkommt. Überhöhter Fischbesatz, Drainagen, Nährstoffeinträge aus dem Verkehr und aus der industriellen Landwirtschaft sind die Hauptursachen für den Rückgang der Libellen“, sagte Nehle Hoffer, Libellenexpertin beim BUND.

WaldbirkenmausEine große Suchaktion brachte die kleine Waldbirkenmaus wieder ans Licht: Kleinsäugerexperten, die Bevölkerung von Neureichenau und Mitglieder der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und der Bayerischen Staatsforsten waren nötig, um zwei Exemplare der in Deutschland extrem selten vorkommenden Waldbirkenmaus zu sichten. Wie viele dieser Tiere in Deutschland leben, ist ungewiss, dass sie aber so gut wie kein Mensch zu Gesicht bekommt, steht außer Frage.

Waschbär Sie sehen süß aus, wie kleine Panzerknacker mit einer schwarzen Maske – aber Waschbären können alles andere als süß sein. Die allesfressenden Kleinbären kommen ursprünglich aus Nordamerika, wurden aber ihres Pelzes wegen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland eingeschleppt. Seitdem vermehrt sich die Waschbärenpopulation explosionsartig. Experten gehen davon aus, dass sich ihre Zahl alle acht bis zehn Jahre verdoppelt. Mittlerweile leben die Waschbären nicht nur in Wäldern, sondern suchen immer häufiger den Weg in Ortschaften und Städte, wo sich die Nahrungsbeschaffung relativ einfach gestaltet.

Ein geschlossener Hochsitz am WaldrandDer Jägerstand ist auch bekannt als Hoch- oder Jagdsitz, Jägersitz oder Hochstand. Niedrigere Jägerstände werden auch als Ansitze bezeichnet. Sie dienen den Jägern, das Wild zu beobachten, um es gezielt schießen zu können. Die Jagd vom Jägerstand aus ist die in Deutschland am häufigsten angewandte Jagdmethode. Hochsitze müssen stabil gebaut sein, um den Jäger zu tragen. Immer wieder manipulieren Jagdgegner jedoch die Hochstände, um damit die Jagd auf Tiere zu verhindern.