zweiwoelfe webWölfe legen auf der Suche nach Beute und neuen Revieren täglich bis zu 40 Kilometer zurück. In einem Land wie Deutschland, das mit einem gut ausgebauten Verkehrsnetz auffährt, kommt es so zwangsläufig zu Begegnungen zwischen Auto oder Zug und Wolf. Seit 2000 kamen so mehr als 50 Wölfe ums Leben. Bei einer aktuellen Anzahl von etwa 100 Exemplaren wiegt eine solche Quote besonders schwer für die Population des Raubtiers.

Abdruck-im-Sand webDas deutsche Straßennetz bildet also eine der größten Gefahren für den Wolf. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. fordert daher in einer Pressemitteilung zu diesem Thema, „die Durchgängigkeit der Landschaft für alle wandernden Tiere wiederherzustellen und dafür auch das im Jahr 2012 von der Bundesregierung beschlossene Bundesprogramm Wiedervernetzung endlich mit ausreichenden finanziellen Ressourcen zu unterlegen.“

Weiter schlägt NABU vor deutschlandweit mehr Querungshilfen für wandernde Wildtiere einzurichten, um die Zahl von momentan circa 200.000 auf Straßen und Schienen zu Tode gekommenen Tieren auf ein Minimum zu reduzieren.

Um den Schutz des Wolfes weiter zu verbessern schlägt NABU weiter vor ein bundesweites Wolf-Kompetenzzentrum einzurichten. Dieses solle den aktuellen Wolfsbestand feststellen und Forschungs-und Schutzprojekte organisieren, koordinieren und betreuen.