JohannisbeerenWer von uns hat im Wald noch nicht von verführerischen Heidelbeeren oder Brombeeren genascht? Oder sich über die köstlichen Walderdbeeren gefreut, die sogar als Heilmittel gelten? Gerne darf es auch einmal ein bisschen mehr sein. Das Sammeln der Beeren ist zwar manchmal ganz schön mühselig, die Arbeit lohnt sich jedoch allemal: Die wilden Beeren sind besonders aromatisch und stecken voller gesunder Vitamine.

Gut ausgerüstet ins stachlige Beeren-Paradies

Bevor es losgeht, sollten Sie an feste, Dornen und Stiche abweisende, Kleidung denken. Gute Dienste leisten auch gepolsterte Gartenhandschuhe von zu Hause. Sogenannte „Beerenkämme“ mögen die wilden Beeren nicht so gerne, mit ihnen kann man die Büsche schnell einmal schädigen. Bei zusammenhängenden Beeren wie etwa den Holunder-, Sanddorn- oder Johannisbeeren ist der Einsatz einer Gartenschere erlaubt – aber bitte niemals ganze Zweige damit abschneiden!

Beim Beeren sammeln auch an den Wald denken

HolunderblütenIn Naturschutzgebieten und Nationalparks ist das Sammeln von Beeren nicht erlaubt. Bitte entnehmen Sie der Natur nur so viele Früchte, wie Sie selbst essen und verarbeiten können. Wildtiere und Vögel danken es Ihnen, denn sie sind auf die Nahrung im Wald angewiesen. Auch die Beerensträucher selbst brauchen ein paar übrig gebliebene Früchte für die Fortpflanzung – sonst gibt es beim nächsten Pflücken auch für uns und andere Waldliebhaber keine Beeren mehr.

Auf was man beim Beeren pflücken noch achten muss

BrombeerbluetenBei wilden Beeren ist immer Vorsicht geboten, denn es könnte sich auch um giftige Exemplare handeln. Lassen Sie unbekannte Beeren also bitte lieber unberührt. Wer ganz sicher gehen will, sollte auch Beeren in Bodennähe lieber in Ruhe lassen – die Gefahr einer Ansteckung mit Fuchsbandwurm-Eiern ist zwar minimal, aber nicht ausgeschlossen. Achten Sie ebenfalls darauf, dass die Früchte nicht schadhaft oder unausgereift sind - Sie könnten sich sonst den Magen verderben. Lassen sich die Beeren leicht abzupfen und sind sie kräftig und gesund, steht dem Genuss nichts mehr im Weg. Am Nachmittag sind die Beeren übrigens am süßesten: In diesem Sinne viel Spaß beim natürlichen Naschen im Wald.

 

Auf bald im Wald!

Ihre Redaktion von Waldliebhaber.de