Die Stechpalme wächst als Baum oder als Strauch. ‚Igitt‘, denke ich. Auch Frauchen schimpft und ruft mehrmals hintereinander: „Aus, Lucy, aus“. Okay, ich schlucke die Beere mal nicht herunter, lasse sie aber in meiner Schnauze. Frauchen schreit ja ständig irgendetwas. Dann renne ich ins Haus und forsche nach, was es mit der roten Beere in meiner Schnauze auf sich hat.

Als Weihnachtsdekoration wird die Stechpalme immer beliebter. ‚Aha, deshalb hat Frauchen im Garten ein paar Zweige von unserem Strauch abgeschnitten‘, denke ich. Die Stechpalme gibt es allerdings nicht nur als Strauch, sondern auch als Baum; bis zu 15 Meter hoch kann sie werden. Am besten gedeiht die Stechpalme im Halbschatten oder Schatten auf nährstoffreichen Lehmböden. Beliebte Lebensräume sind Buchen- oder Tannen-Buchen-Wälder. In Deutschland steht sie unter Naturschutz.

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal der Stechpalme sind ihre immergrünen, ledrigen und gezackten Blätter. Je höher am Baum oder Strauch die Blätter sitzen, desto weniger Zacken besitzen sie. Das macht Sinn. Schließlich stellen die Blätter mit Dornen nicht die gaumenfreundlichste Mahlzeit dar.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Stechpalme: die erbsenförmigen, roten Beeren, die ab Oktober auf ihre Ästen sitzen. Die Beeren enthalten Urolsäure und Polyphenole, und gelten damit als giftig. Der Verzehr von 20 bis 30 Beeren kann beim Menschen lebensbedrohlich sein. ‚Bei Hunden liegt die tödliche Dosis bei 20 Beeren‘, lese ich und spucke die Beere schnell wieder aus. Auf den Schock brauche ich erstmal ein Stück Wurst ...

LucyBis bald im Wald, eure Lucy  

Redaktion: Lucy/Waldliebhaber.de
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