Speisepilze Die Monate September und Oktober gelten als Pilzsaison. Damit Sie gut vorab informiert sind, hat der Verband der Waldeigentümer zusammengestellt, auf was Sie beim Sammeln achten müssen. Auch lesen Sie, was es mit der Pilz-„Mafia“ auf sich hat.

 

Pilz-„Mafia“: illegaler Handel mit Waldpilzen

Das Phänomen Pilzdiebstahl im Wald nimmt zu. In gibt den letzten Jahren gibt es immer mehr organisierte Gruppen, die Pilze, Kräuter und Beeren im Wald sammeln und dann verkaufen. Legal ist das nicht. „Wer unberechtigt kiloweise Pilze aus dem Wald schleppt und dabei erwischt wird, riskiert ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro“, betont Michael Rolland, Geschäftsführer vom Verband AGDW – Die Waldeigentümer. „Wer einfach nur für den privaten Gebrauch eine schmackhafte Beilage zum Sonntagsbraten sammelt und dabei ein paar Regeln beachtet, braucht keine Angst zu haben.“

Denn: Das Pflücken von Pilzen zum Eigenverzehr ist grundsätzlich erlaubt. Wie viel genau mitgenommen werden darf, entscheidet das jeweilige Forstamt oder die Landschaftsbehörde des Kreises. Neben der Menge spielt auch der Pflückort eine wichtige Rolle. Generelles Sammelverbot besteht in öffentlichen Parks, Naturschutzgebieten und Nationalparks sowie auf eingezäunten Waldflächen und Flächen, auf denen Holz geschlagen wird. Und was ist mit Pilzen, die unter Naturschutz stehen? „Geschützte Arten wie die heimischen Rotkappen, Morcheln, Pfifferlinge und Steinpilze dürfen laut Bundesartenschutzgesetz nur in geringen Mengen und zum eigenen Bedarf gepflückt werden“, weiß Michael Rolland.

Achtung Doppelgänger!

Generell gilt: Zu fast jedem essbaren Pilz gibt es ein ähnlich aussehendes giftiges Gegenstück. Deshalb sollten Sammler nur Pilze pflücken und verzehren, die sie genau kennen. Die Pilze sollten außerdem nie roh gegessen werden, sondern immer erst auf mehr als 70 °C erhitzt werden. Beim Pflücken sollten die Pilze mit einem Messer direkt über dem Boden abgeschnitten oder vorsichtig herausgedreht werden, ohne das Wurzelwerk und die Vegetation im Umkreis zu zerstören. Für den Transport nach Hause eignet sich am besten ein luftdurchlässiger Korb. Zu Hause angekommen, sollten die Pilze rasch verarbeitet werden, da sie schnell schlecht werden, empfiehlt der Waldeigentümerverband.

 

Quelle: Pressemitteilung AGDW – Die Waldeigentümer vom 6. August 2014
www.waldeigentuemer.de
Foto: AGDW – Die Waldeigentümer

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