Pilz klebriger Hoernling 2Der Klebrige Hörnling macht durch leuchtendes Orange auf sich aufmerksam. Der Pilz wächst vorzugsweise an abgestorbenem Nadelholz. Er ist leicht zu verwechseln mit einer Koralle, einem Pilz aus der Gattung Ramaria. Den Klebrigen Hörnling kann man zwar essen – auch wenn er schwer verdaulich ist, aber eigentlich tut das niemand. Wenn der Pilz in der Gastronomie verwendet wird, dann zu Dekorationszwecken.

Der Klebrige Hörnling ist auch bekannt als Klebriges Schönhorn oder als Ziegenbart. Wobei die Bezeichnung Ziegenbart auch auf einige ähnlich aussehende Pilze (Korallen) angewandt wird und somit nicht eindeutig ist.

Erscheinungsbild des Klebrigen Hörnlings

Der Klebrige Hörnling (Calocera viscosa) ist einer der am häufigsten in Mitteleuropa vorkommenden Pilze. Er gehört zu den Ständerpilzen. Der Fruchtkörper des Hörnlings ist zäh und gummiartig. Er wird zwischen drei und sechs Zentimeter groß. Seinen Namen verdankt der Klebrige Hörnling seinem klebrigen Glanz und den gabeligen Verästelungen des Fruchtkörpers ab etwa der Mitte. Der Fruchtkörper endet in geweihähnlichen Verzweigungen im oberen Teil. Besonders Baumstümpfe in Fichten-Monokulturen haben es ihm angetan: Dort wächst er am liebsten. Das einzig Auffällige an dem Pilz ist seine knallorange Farbe, die auf Carotinoide zurückzuführen ist. Ansonsten ist er eher unspektakulär. Er riecht nicht, er schmeckt nicht und sein Sporenpulver ist in hellem, unscheinbarem Ockergelb gehalten. Die Sporen des Klebrigen Hörnlings sind mikroskopisch klein. Sie messen etwa acht bis zwölf mal 4,5 bis 5,5 Mikrometer.

Auch wenn der Pilz nicht wirklich viel zu bieten hat, erfreut er doch durch seine prächtige Farbe am sonst eher dunklen Waldboden.

Kathrin Sommer

Redaktion Waldliebhaber.de

Auf bald im Wald.