Eine der häufigsten Stadtbaum-Arten: der in Deutschland heimische Spitzahorn.Parkanlagen, Gärten und Alleen: Auch in Innenstädten grünt und gedeiht es an jeder Ecke. Doch: Bäume, die hier wachsen, dürfen nicht anspruchsvoll sein. Das Stadtklima ist speziell. Und wird immer spezieller. Künftig sind deshalb vielleicht auch Arten gefragt, die eigentlich nicht in Deutschland heimisch sind. Die klimatischen Bedingungen in einer Stadt hängen zunächst von der geografischen Lage ab. So müssen Bäume im Bayerischen Wald ganz anderen Temperaturen trotzen als Bäume im Rhein-Main-Gebiet, in alpennahen Regionen regnet es häufiger als in anderen Regionen.

Zusätzlich zu diesen Grundbedingungen gilt es für Bäume in der Stadt besondere Ansprüche zu meistern. So speichern die Böden weniger Wasser. Streusalze, Hundeausscheidungen und Abgase sind zusätzliche Stressfaktoren. Nicht jeder Baum kommt mit diesem speziellen Klima klar. Eschen, Platanen und Kastanien zählen zu den Arten, die häufig gepflanzt wurden.

Projekt „Stadtgrün 2021“

Das Problem: Durch den Klimawandel werden die Sommer immer wärmer und trockener. Beliebte Stadtbäume kommen an ihre Grenzen – so macht die Kastanienminiermotte den Kastanien zu schaffen und der Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus setzt den Eschen zu (Eschentriebsterben). Seit einigen Jahren läuft das Forschungsprojekt „Stadtgrün 2021“. In verschiedenen Städten hat die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau 20 verschiedene Baumarten gepflanzt, darunter viele Exoten wie der Gingko oder der Dreizahn-Ahorn. Bis zum Jahr 2021 wird geprüft, wie diese Arten mit den Klimaveränderungen in den Städten klar kommen. Mehr zum Projekt lesen Sie hier ...

 

Redaktion: Julia Ehmer/Waldliebhaber.de
Foto: Thomas Kerscher/Waldliebhaber.de

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