Weihnachtsbaum-ABC: von Anzahl bis Zertifikat. O Tannenbaum? Der traditionelle Weihnachtsbaum gehört zu Weihnachten wie Geschenke oder die Weihnachtsgans. Warum eigentlich? Wie gelingt es einem immergrünen Nadelbaum – geschmückt mit bunten Kugeln, Kerzen und Lametta – Jahr für Jahr Weihnachtsstimmung in die deutschen Wohnzimmer zu zaubern? Die Baumexperten der AGDW – Die Waldeigentümer haben sich auf Spurensuche begeben und im Weihnachtsbaum‐ABC die wichtigsten Fakten rund um den Weihnachtsbaum zusammengetragen. Von "A" wie Anzahl bis "Z" wie Zertifikat. [Pressemitteilung AGDW]

A wie Anzahl
Mehr als 29 Millionen Weihnachtsbäume stehen Jahr für Jahr in den Wohnzimmern der Deutschen. Das heißt: In drei Viertel (73 Prozent) der deutschen Haushalte steht zum Fest ein Tannenbaum.

B wie Bereitstellung
Die Bereitstellung von Weihnachtsbäumen sichert rund 100.000 Dauer- und Saisonarbeitsplätze.

C wie Christbaum-Historie
Woher kommt der Christbaum? Die Geschichte des Weihnachtsbaumes geht zurück auf Bräuche unterschiedlicher Kulturen. Schon zur Zeit der Römer wurden Räume zum Jahreswechsel mit Lorbeer‐ und Tannenzweigen geschmückt, um sich vor Krankheit oder bösen Geistern zu schützen.

D wie Durchschnittsalter
Zur Zeit der Ernte sind Tannenbäume durchschnittlich acht bis zwölf Jahre alt.

E wie Exporte
Die Zahl der Exporte hat sich seit 2005 fast verdoppelt. 2013 wurden laut Statistischem Bundesamt mehr als 800.000 Weihnachtsbäume aus Deutschland exportiert.

F wie Frischetest
Einen frischen Weihnachtsbaum erkennt man an der kräftig‐grünen Farbe. Die Nadeln sind gleichmäßig gefärbt und haben keine braunen Spitzen. Sie sitzen auch dann fest, wenn man sie gegen den Strich bewegt. Die Schnittfläche am Stamm muss hell sein und „im Saft“ stehen.

G wie Goethe
Auch Johann Wolfgang von Goethe hat seine Weihnachtsbaumvergangenheit: Er soll Weihnachtsbäume 1775 am Hofe zu Weimar eingeführt haben.

H wie Harztaschen
Mit einem kleinen Trick wird jede Edeltanne schnell zum Duftbaum. Einfach die am Stamm befindlichen Harztaschen mit einem Messer anritzen. Dadurch lässt sich der weihnachtliche Geruch der Nadeln nach Orangen noch verstärken.

I wie Importland
Dänemark ist für Weihnachtsbäume der wichtigste Handelspartner, weit vor Polen sowie den Niederlanden, der Slowakei und Ungarn. Aus mehr als zehn Ländern wurden 2013 rund zwei Millionen Bäume importiert.

J wie jeder Dritte
Ein Drittel der Weihnachtsbäume in Deutschland stammt aus dem Sauerland. Südwestfalen ist damit das wichtigste Anbaugebiet in Europa.

K wie „Kanzlerinnentanne“
In diesem Jahr überreicht der Dachverband AGDW – Die Waldeigentümer der Bundeskanzlerin am 25. November den Weihnachtsbaum fürs Kanzleramt. Bei dem nun schon 13. Baum handelt es sich um eine 21 Jahre alte und gut 14 Meter hohe Küstentanne (Abies grandis) von der Mecklenburger Seenplatte.

L wie Lagerung
Weihnachtsbäume werden am besten im Netz verpackt gelagert. Wichtig ist: Aufrecht in einen Eimer und später Ständer mit Wasser stellen, vor Sonne und Wind schützen. Vor dem Aufstellen im Wohnzimmer in einem Übergangsraum langsam an die wärmere Temperatur gewöhnen.

M wie Mindesthaltbarkeit
In der Wohnung halten Tannen und Fichten im Durchschnitt bis zu zwei Wochen.

N wie Nadeln
Die WDR-Sendung Quarks & Co. hatte sich tatsächlich einmal die Mühe gemacht, die Zahl der Nadeln einer 1,63 hohen Nordmanntanne zu zählen. Das Ergebnis: Der Weihnachtsbaum trug 178.333 Nadeln.

O wie O Tannenbaum
Das Lied „O Tannenbaum“ von Ernst Anschütz (ca. 1824) gehört zu den bekanntesten Weihnachtsliedern überhaupt.

P wie Produzenten
Rund 12.000 Produzenten beschäftigen sich hierzulande mit dem Anbau und der Pflege von Weihnachtsbäumen.

Q wie Qualität
Erzeugergemeinschaften haben konkrete Qualitätsrichtlinien für Weihnachtsbäume definiert: So gilt z. B. für den Sauerländer Qualitätsbaum unter anderem, dass er symmetrisch sein muss; die Breite des Baumes sollte nicht größer als die Höhe sein und nicht weniger als 50 Prozent der Höhe betragen.

R wie Rekord
Für den Klimaschutz bildeten 1384 Schüler im schleswig-holsteinischen Hohenwestedt den größten menschlichen Tannenbaum Deutschlands: 44,1 Meter lang und bis zu 34,2 Meter breit.

S wie Schafe
In Schonungen, in denen Weihnachtsbäume gezüchtet werden, übernehmen teilweise Schafe die Funktion von Ökorasenmähern. Bestimmte Rassen fressen Unkräuter und düngen den Boden, knabbern die Nadelbäume aber nicht an.

T wie Transport
Wer seinen Weihnachtsbaum auf dem Dach des Autos transportiert, sollte darauf achten, dass dieser nicht über das Fahrzeug hinausragt. Zudem sollte die Spitze des Baumes stets nach hinten zeigen, damit der Fahrtwind nicht in die Zweige greift. Besser: Sitze umklappen und den Baum im Inneren des Fahrzeugs transportieren.

U wie Umweltschutz
Christbäume aus der heimischen Produktion sind ein streng kontrolliertes natürliches Produkt und deshalb besser als importierte Bäume oder Plastikbäume. Gerade auch wegen der in der Regel kürzeren Transportwege!

V wie Verweildauer
Weihnachtsbaum behalten – bis wann? Das Ende der Weihnachtszeit wird am 2. Februar mit Mariä Lichtmess gefeiert und für gewöhnlich verschwinden dann die letzten Bäume aus den Wohnzimmern.

W wie Weihnachtsbaumart
Drei von vier Deutschen kaufen inzwischen gezüchtete Nordmanntannen. Die Art wurde 1836 im Kaukasus entdeckt – vom finnischen Botaniker Alexander von Nordmann. In der Beliebtheit folgen Blaufichten, Douglasien und Edel-/Nobilistannen, außerdem Fichten, Weißtannen und Kiefern direkt vom Waldbesitzer.

X wie xmas tree
Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, der deutsche Ehemann von Queen Victoria, hat in den 1840er Jahren deutsche Weihnachtstraditionen und den Weihnachtsbaum in Großbritannien eingeführt. Weihnachten „Made in Germany“ wurde daraufhin von den Menschen im Königreich übernommen.

Y wie Yellow Cedar
Unter den 650 Nadelbaumarten gibt es auch eine, deren Name mit Y beginnt. Allerdings ist die Yellow Cedar in Nordamerika beheimatet und kommt als deutscher Weihnachtsbaum damit nicht in Frage.

Z wie Zertifikat
Nicht alle Weihnachtsbäume stammen aus Plantagen. Viele Waldbesitzer ernten sie im Rahmen der notwendigen Waldpflege („Durchforstung“). Zwei Drittel der deutschen Waldfläche verfügt zudem über das strenge PEFC- Zertifikat für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Der Bezug aus zertifizierten Wäldern ist besonders empfehlenswert, weil er die Bemühungen der Eigentümer um ökologische und soziale Belange honoriert. 

 

Quelle: Pressemitteilung AGDW – Die Waldeigentümer vom 20. November 2014
www.waldeigentuemer.de
Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de

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