Buche mit toten ÄstenFalsche Schnitttechniken und fallendes Totholz sind die Hauptursachen für Unfälle bei der Waldarbeit im Laubholz. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) empfiehlt, die Laubholzernte Profis zu überlassen. Wie die Unfallstatistik der SVLFG zeigt, ist die Laubholzernte um ein Vielfaches gefährlicher als die Arbeit im Nadelholz und in Mischbeständen.

Der Grund: Beim Laubholz sind die Spannungsverhältnisse vergleichsweise schwer einzuschätzen. Oft wird bei einem Vorhänger (Baum, der in Fällrichtung geneigt ist) die falsche Schnitttechnik angewandt. Die Folge: Der Baum platzt schlagartig nach hinten auf und kann den Motorsägenführer verletzen.

Für solche Arbeiten unerlässlich sind daher ein spezielles Fachwissen und die Erfahrung eines gelernten Forstwirtes. Waldbesitzer müssen ihre Fähigkeiten unbedingt realistisch einschätzen. Im Zweifel sollten Sie einem Forstprofi die Arbeiten überlassen.

Eine zusätzliche Gefahr lauert in der Krone von Laubbäumen. Beim Keilen besteht die Gefahr, dass trockene Äste abbrechen und aus großer Höhe herabfallen. Die sichere Alternative zum Keilen ist der Einsatz von Seilwinden oder hydraulischen Keilen. In bestimmten Fällen kann auch der Einsatz eines Harvesters (Holzvollernters) sinnvoll sein.

 

Quelle: Pressemitteilung Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) vom 15. September 2014
www.svlfg.de
Foto: SVLFG

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