Sägearbeit KerscherIm betreffenden vom Gericht zu entscheidenden Fall hatte der Kläger, der sein Grundstück an einen Landwirt verpachtet hatte, irrtümlicherweise Bäume gefällt, die sich entgegen seiner Auffassung auf dem benachbarten Grundstück befanden. Der Eigentümer des Nachbargrundstücks war die ´Öffentliche Hand´. Die zuständige Landesbehörde hatte daraufhin den Kläger zum Ersatz des Schadens verklagt.

Dessen Haftpflichtversicherer verweigerte jedoch den Ausgleich des Schadens, worauf der betroffene Grundstücksbesitzer diese verklagte. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg (14.05.2014 - 5 U 25/14) ist im behandelten Fall der Versicherer trotz des Versehens zum Ausgleich des Schadens verpflichtet.

Das Oberlandesgericht Oldenburg gab dem Kläger recht mit der Begründung, dass die Privathaftpflichtversicherung keinen Vorsatz des Klägers habe nachweisen können, noch der Sachverhalt dagegen stehe, dass das Grundstück verpachtet war. Dagegen sei der entstandene Schaden Risiko des täglichen Lebens. Die Versicherung müsse den Schaden begleichen.


Redaktion Waldliebhaber.de



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