PEFC-Schild Foto-PEFCDie Waldzertifizierungsorganisation PEFC Deutschland e. V. ist 15 Jahre alt. Von skandinavischen, französischen, österreichischen und deutschen Waldbesitzern im Jahr 1999 initiiert, basiert PEFC inhaltlich vor allem auf den internationalen Beschlüssen nach der Umweltkonferenz 1992 in Rio. Hauptziel war die Einführung nationaler Waldschutzpläne, in denen eine Verpflichtung zur Aufforstung und einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder ebenso festgeschrieben sind wie einheitliche Kriterien zu deren Überwachung. Daraus ist in den letzten Jahren ein strenges Regelwerk entstanden, das... [Ein Gastbeitrag von Martin Herzberger, KOLLAXO Markt- und Medienkonzepte]

... nicht nur Waldbesitzer in die Pflicht nimmt, sondern auch die komplette Produktionskette von Holz- und Papierprodukten – vom Baum im Wald bis zum fertigen Endprodukt – überwacht. In Deutschland sind heute bereits zwei Drittel der gesamten Waldfläche nach den PEFC-Kriterien zertifiziert, das entspricht rund 7,4 Mio. ha. Weltweit liegt die PEFC zertifizierte Waldfläche bei 258,6 Mio. ha auf allen Kontinenten.

Offene Diskussion über die PEFC-Standards

Trotz des Einsatzes von PEFC für den Waldschutz gibt es auch 15 Jahre nach der Gründung immer noch Kritiker des PEFC-Systems. Selbst bei den strengen Standards, die Waldbesitzer erfüllen müssen, um das PEFC-Zertifikat zu erhalten, hatte PEFC in den letzten Jahren immer wieder mit starkem Gegenwind vom FSC oder NGOs wie Greenpeace und Robin Wood zu kämpfen. Einer der Hauptkritikpunkte: die PEFC-Standards seien weniger rigoros als bei FSC und lassen regionalen Forstbetrieben einen zu großen Interpretationsspielraum bei der Umsetzung. Im Unterschied zum FSC hat man bei PEFC aber nicht nur die Wünsche der Umweltschützer im Blick, sondern nicht zuletzt auch die Bedürfnisse der Waldbesitzer und Waldarbeiter, die vom Wald leben und darin arbeiten. Seit seiner Gründung vor 15 Jahren legt PEFC deshalb sehr viel Wert auf einen offenen Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen. Dass man dabei offen für konstruktive Kritik ist und bereit, die eigenen Standards stetig zu aktualisieren und zu verbessern, zeigte PEFC erst kürzlich wieder durch die Anpassung ab dem 01.01.2015, der eine mehrmonatige offene Diskussion in Arbeitsgruppen, auf Kongressen und im Internet vorausging. Die im fünfjährigen Turnus stattfindende Überprüfung des PEFC-Regelwerks ist Pflicht und alle Interessierten sind eingeladen, die neuen Standards aktiv mitzugestalten. Auch die Mitglieder der großen Umweltschutzverbände.

Die Sensibilisierung für den Waldschutz zählt

Zeichng PEFC-WaldposterDas vor 300 Jahren in Deutschland ersonnene Prinzip einer nachhaltigen Forstbewirt-schaftung ist weltweit einmalig. Nicht ohne Grund ist Deutschland deshalb mit einer Waldfläche von rund 11,4 Mio. Hektar das holzreichste Land Europas. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, braucht es Organisationen wie PEFC, die nicht nur Waldbesitzer, sondern auch Unternehmen und Endverbraucher für einen sinnvollen Umgang mit unseren wertvollen Wald- und Holzressourcen sensibilisieren. Wie man schon die Kleinsten an dieses Thema heranführen kann, zeigt PEFC mit einem neuen Waldposter für Schülerinnen und Schüler, welches anschaulich die wichtigsten Elemente eines ökologischen, ökonomischen und sozial nachhaltig genutzten Waldes darstellt. Das Waldposter kann kostenlos unter www.pefc.de/waldposter angefordert werden.  

Meines Erachtens sollten sich die im Prinzip absolut vergleichbaren Systeme von PEFC und FSC nicht gegeneinander ausspielen und auf gegenseitige Kosten profilieren, sondern gemeinsam die 90 Prozent der weltweiten Waldflächen ins Auge fassen, die noch ohne jede Zertifizierung und ohne jeden Waldschutz dastehen.

 

Ein Gastbeitrag von Martin Herzberger aus Bonn, Fa. KOLLAXO Markt- und Medienkonzepte, Bonn

 

 

 

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