Waldkalkung Siegen Foto DHGEs ist ein kontrovers diskutiertes Thema unter Waldbesitzern, Umweltschützern und Bodenkundlern: Sind Bodenschutzkalkungen in unseren Wäldern sinnvoll oder kosten sie den Waldbesitzer nur Geld? Fakt ist, dass viele Waldböden in Deutschland mit den Folgen der Säure- und Stickstoffeinträge aus 200 Jahren Industrialisierung schwer zu kämpfen haben. Besonders in ihren tieferen Schichten sind die Böden vieler Waldstandorte stark versauert und arm an basisch wirkenden Bestandteilen. [Ein Gastbeitrag von Martin Herzberger, KOLLAXO Markt- und Medienkonzepte]

Diese Säuren schädigen u. a. das Feinwurzelsystem und vermindern die Wasseraufnahme sowie die Standfestigkeit der Bäume. Hinzu kommen bereits zusätzliche Stresssituationen durch den Klimawandel wie Stürme oder Schädlingsbefall, die vielen Wäldern stark zusetzen. Experten raten deshalb auf diesen Standorten zu regelmäßigen Waldkalkungen mit kohlensaurem Magnesiumkalk, um den pH-Wert im Boden wieder auf ein stabiles Niveau anzuheben und die Säure- und Schadstoffeinträge im Boden zu kompensieren. Gegner sehen neben den Kosten und dem Aufwand, Fördergelder zu beantragen, die Gefahr, dass die Ausbringung von Kalk auf manchen Böden durch verstärkten Humusabbau eine Veränderung der natürlichen Bodenfauna und eine Eutrophierung der Böden bewirkt. Falsche Dosie-rungen können zu Nitrifikationsschüben führen.    

Nur dort kalken wo es sinnvoll ist

Ob eine Bodenschutzkalkung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Waldstandort und dessen Bodenzustand ab. Die jüngsten Waldzustandsberichte der Bundesländer haben gezeigt, dass es Wälder gibt, in denen eine Waldkalkung zur Wiederherstellung der natürlichen Pufferkapazität in den Waldböden dringend empfohlen wird. Hier sind die Säureeinträge aus den 1980ern noch so groß, dass der pH-Wert im Boden stabilisiert werden muss. Anders sieht es auf Standorten aus, die von natur aus über sehr kalkhaltige Böden verfügen. In Süddeutschland z. B. sind einige Böden sehr kalkhaltig, weshalb eine Waldkalkung dort nur in dringenden „Krankheitsfällen“ zu empfehlen ist.

Das saure Erbe nicht an die Generation von morgen weiterreichen

Nach Schätzungen von Experten weisen aktuell rund 3,7 Millionen Hektar des deutschen Waldes tiefgründige Versauerungsschäden auf. In den letzten Jahren wurde in Deutschland aber lediglich eine Waldfläche von circa 70.000 Hektar gekalkt. Eine Entwicklung, die in Zukunft für Waldbesitzer noch teuer werden könnte wenn die Regeneration immer weiter verschleppt wird und die Böden irgendwann keine Abwehrstoffe mehr haben. Deshalb ist es wichtig das Säureproblem in den betroffenen Gebieten aktiv anzupacken und nicht den zukünftigen Generationen zu vererben.  

Ein FAQ mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Waldkalkung finden Sie unter www.waldkalkung.com in der Rubrik „Für Alle“.

Direktlink: http://waldkalkung.com/fuer-alle/faq-haeufige-fragen/

 

Ein Gastbeitrag von Martin Herzberger aus Bonn, Fa. KOLLAXO Markt- und Medienkonzepte, Bonn

Presseservice von www.waldkalkung.com

 

 

 

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