BrennholzstapelDas Feuer im Kamin prasselt, der Kaminofen versorgt mit wohliger Wärme. Die Arbeit des Tages ist getan. Jetzt gemütlich in den Sessel setzen, dem Feuer beim Flackern zusehen. Ein gutes Buch, eine Tasse Tee, ein Glässchen Wein, alleine oder zu zweit zur Ruhe kommen, Entspannung genießen. Wer wünscht sich das nicht. Erholung und Romantik pur. All das wäre ohne Brennholz nicht möglich. [Ein Artikel von Thomas W. Kerscher, Herausgeber Waldliebhaber.de]

Brennholz selbst machen ist im Trend, macht Spaß und ist mal was anderes, als die Büroarbeit oder das Autofahren die Woche über. Aber Brennholz selbst machen ist auch ´brandgefährlich´. Die Gefahren werden viel zu oft unterschätzt. Der Trend zu Kaminofen in den Wohnzimmern scheint ungebrochen. Damit steigt auch die Nachfrage nach Brennholz weiter. Die Preise für ofenfertiges Brennholz sind entsprechend hoch. Warum dann nicht sparen? Warum nicht selbst für Brennholz sorgen?

Klar! Brennholz selbst machen ist im Trend, macht Spaß und ist mal was anderes, als die Büroarbeit oder das Autofahren die Woche über. Aber Brennholz selbst machen ist auch ´brandgefährlich´. Die Gefahren werden viel zu oft unterschätzt.

Motorsägenkurs: Schlimme Bilder als Warnung

Als ich vor Jahren den Motorsägenkurs bei unserer Forstbetriebsgemeinschaft gemacht habe, wurden mir und den anderen Kursteilnehmern zuerst die Theorie gezeigt. Und ganz zu Anfang sahen wir eine Bildershow, die uns die Gefahren der Waldarbeit und des Arbeitens mit der Kettensäge und den anderen Werkzeugen drastisch vor Augen führte. Abgetrennte Gliedmaße, tiefe Narben, gespaltene Füsse, das waren sogar noch die harmloseren Bilder, die wir uns anschauen mussten. Auch führten uns Fotos von tödlichen Arbeitseinsätzen vor Augen, daß bei der Waldarbeit und dem Brennholz machen selbst der kleinste Fehler, die geringste Unachtsamkeit zu schlimmen Folgen führen kann. Selbst den ´alten Hasen´ unter den Teilnehmern, Männer also, die seit Jahrzehnten schon Holz gemacht hatten und sich nun erst zum Kurs angemeldet hatten, waren geschockt.

Der praktische Teil des Kurses am nächsten Tag zeigte uns auf, daß die Sicherheit immer an oberster Stelle steht. Und für die körperlich untrainierten Teilnehmer des Kurses wurde da erst klar, daß man schnell überfordert sein kann und die Gefahr damit drastisch steigt.

Teilnehmen durften wir nur mit kompletter und professioneller Schutzkleidung: spezielle Sicherheitsschuhe, Schnittschutzhose mit entsprechendem Material, das im Fall des Falles die Zähne der Motorsäge erfasst und die Kette zum Stillstand bringen kann. Dazu eine Schnittschutzjacke, Schnittschutz-Handschuhe und zu guter Letzt ein Spezialhelm mit Sicht- und Ohrenschutz. Kosten dieser Ausstattung etwa zwischen 130,- und 350,- Euro. Eine sichere Geldanlage eben!

Eine weitere elementare Erkenntnis, die uns eingetrichtert wurde: Nie alleine im Wald arbeiten. Eine zweite Person sollte immer für den Notfall dabei sein. Wie sonst soll man mit dem Handy einen Notruf absetzen, wenn man sich in den Arm geschnitten hat?! Oder wenn keine Funkverbindung besteht: Wie soll man mit dem Auto ins Krankenhaus kommen, wenn man sich ins Bein geschnitten hat?!