Kaminfeuer WalihaNasskaltes Wetter und Temperaturen um die 0 Grad: Da knistert es in den Kaminöfen vieler Wohnstuben. Seit über 400.000 Jahren wird mit Holz eingeheizt. Obwohl das Holz, wie wir es kennen, eigentlich gar nicht brennt. Denn: Frisches Holz besteht zu über 50 Prozent aus Wasser und ist damit zu feucht, um zu brennen. Wird damit ein Feuer entfacht, verdampft das Wasser. Eine wärmende Flamme – Fehlanzeige!

 

Frisches Holz raucht und kokelt vor sich hin, ohne zu brennen.

Nach etwa zwei Jahren Trocknungszeit sinkt der Wasseranteil im Holz auf unter 20 Prozent. Doch auch dann ist es nicht das Holz, das brennt. Trockenes Holz besteht vor allem aus langen, zum Teil verzweigten Zuckermolekülketten wie Zellulose, Hemizellulose oder Lignin. Bei hohen Temperaturen zerfallen die Ketten in kleine Moleküle. Dabei werden verschiedene Gase freigesetzt, die sich entzünden. Strenggenommen heizen uns also die Gase Propan, Butan und Methan ein, die beim Zerfallungsprozess der Holzfasern entstehen und dann entflammen.

So trocknet frisches Holz

BrennholzstapelDamit der Wasseranteil sinkt, ist es wichtig, frisch geschlagenes Holz richtig zu lagern. Im Keller beispielsweise zirkuliert die Luft zu wenig und es kommt kein Sonnenlicht an das Holz, um es zu trocknen. Besser ist es, das Holz an einer nach Süden ausgerichteten Haus- oder Schuppenwand zu stapeln. Beim Stapeln sollte darauf geachtet werden, dass die Holzscheite einen Abstand von mindestens 10 Zentimeter zur Wand haben, sie sich untereinander nicht zu nahe kommen und der Untergrund beispielsweise mit Europaletten ausgelegt wird. So kann die Luft zirkulieren, das Sonnenlicht trocknet das Holz und die Scheite sind gegen Feuchtigkeit aus dem Boden geschützt. Eine Wellblechpappe oder eine Plane schützt vor Regen und Schnee.  

Redaktion: Julia Ehmer, Waldliebhaber.de
Foto: © BettinaF/Pixelio.de

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