Diese Weide führte zu dem tragischen Unfalltod.Ein neuer, tragisch-tödlicher Unfall eines Landwirts aus Schleswig-Holstein hat die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) jetzt dazu gebracht, noch einmal auf die wichtigsten Regeln bei Motorsägearbeiten hinzuweisen: Die richtige Fälltechnik, die vorgeschriebene Schutzausrüstung und das korrekte Verhalten am Arbeitsplatz und Gefahrenbereich. Über den Unfallhergang und die Einzelheiten berichtet die SVLFG in der folgenden Pressemitteilung.

 

PRESSEMITTEILUNG

"In Schleswig-Holstein ist ein Landwirt beim Beseitigen der Orkanschäden ums Leben gekommen, als ihn ein Ast einer umstürzenden Weide am Kopf traf.

Laienhaft gefällt: Diese Weide wurde offensichtlich „totgesägt“, wie es in der Forstsprache  heißt.Am Unfalltag wollte der Landwirt mehrere Weiden absägen, deren Kronen durch den Orkan abgebrochen waren. Die Stammdurchmesser der Weiden betrugen circa 75 Zentimeter, die noch stehenden Teile der Weiden ragten rund zehn Meter in die Höhe. Damit die Weiden in die vorgegebene Richtung fallen, wurde jeweils ein Seil zwischen Baum und Schlepper gespannt. Nachdem der Landwirt die letzte Weide laienhaft „totgesägt“ hatte, gab er dem Schlepperfahrer ein Handzeichen zum Ziehen. Während der Landwirt mit dem Rücken zur Fallrichtung auf den Schlepper zulief, stürzte die Weide um und ein Ast traf ihn tödlich am Kopf. Das Unfallopfer trug keinen Helm und missachtete zudem drei Grundregeln, die für Motorsägearbeiten gelten:

  • Bäume müssen grundsätzlich nach vorschriftsmäßiger Fälltechnik gefällt werden. Dazu gehören unter anderem das Anlegen eines Fallkerbs und das Stehenlassen einer Bruchleiste.
  • Bei Motorsägearbeiten ist das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (Helm mit Visier, Schnittschutzhose und Schnittschutzstiefel) vorgeschrieben.
  • Nach dem Sägen hat der Sägenführer vor Abgabe weiterer Kommandos, zum Beispiel an den Schlepperfahrer, den Gefahrenbereich zu verlassen.

Fehlen diese Fachkenntnisse, sollte ein Forstfachmann zum Fällen engagiert werden. Die Landwirtschaftskammern und andere Einrichtungen bieten Motorsägenkurse an, in denen die überlebenswichtigen Grundlagen der Fälltechnik gelehrt werden."

 

Pressemitteilung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)vom 2. Dezember 2013

 

Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung für über 1,6 Millionen Mitgliedsunternehmen mit ca. 1 Million versicherten Arbeitnehmern, der Alterssicherung der Landwirte für fast 250.000 Versicherte und über 600.000 Rentner sowie der landwirtschaftlichen Kranken- und Pflegeversicherung für fast 800.000 Versicherte im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Sie führt die Sozialversicherung zweigübergreifend durch und bietet ihren Versicherten und Mitgliedern umfassende soziale Sicherheit aus einer Hand. Der Verbundträger ist maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau tätigen Menschen und ihrer Familien.

 

 

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