- Eine hydraulische Stammhebevorrichtung bringt das Stammholz an die richtige Spaltposition und schont den Rücken des Bedieners"Holzmachen" ist nicht ungefährlich, das beweisen die vielen Handverletzungen und Amputationen bei der Brennholzaufbereitung. Trotz der europaweit geltenden Sicherheitsanforderungen an Holzspaltern und Sägemaschinen ereignet sich beim Brennholzaufbereiten eine große Zahl von Unfällen mit zum Teil schwersten Verletzungen. Die Analyse der Unfallursachen zeigt, dass neben Bedienfehlern der Maschinen, unvollständigen Schutzeinrichtungen und fehlender persönlicher Schutzausrüstung oftmals das eigene unvorsichtige Verhalten für den Unfall verantwortlich ist. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zeigt anhand von typischen Unfällen Verhaltensfehler auf und gibt Tipps für mehr Sicherheit.

 

Sicher spalten

 - Die Zweihand-Bedienung des Hydraulikspalters muss funktionieren, bestimmungsgemäß eingesetzt werden und das zu spaltende Holz fixiert sein"Hydraulische Spaltmaschinen in den verschiedensten Bauformen sind heute Standard. Die Zweihandbedienung sorgt dafür, dass während des Spaltvorgangs die Hände nicht zwischen Holz und Werkzeug oder die Auflage geraten. Trotz sicherer Technik passieren Unfälle, da Zweihandbedienungen als nicht praxisgerecht oder ergonomisch empfunden werden oder die technisch vorgegebene Arbeitsweise nicht gewohnt ist. Zum vermeintlich einfacheren Holzfixieren, Manipulieren oder Halten, kommt dann eine zweite Person zum Einsatz. Deren Hände und Füße sind dann gefährdet. Aus diesem Grund gehört unter anderen zu einer praxisgerechten und ergonomischen Zweihandbedienung auch eine gut funktionierende Holzhalteeinrichtung, um das sichere Spalten durch eine Person zu gewährleisten.

Vier Hände sind zwei zuviel

Ein Senior wollte mit seinem Holzspalter mit Elektroantrieb und Zweihandschaltung Buchenholz
spalten. Aufgrund seiner Rückenprobleme ließ er sich beim Einstellen der zu spaltenden
Stammstücke auf den Spalttisch von seiner Frau helfen, die die Holzscheite nach dem Spaltvorgang auch entnehmen und aufsetzten wollte. Er hatte einen Spaltvorgang schon ausgelöst als die 62-Jährige nochmals in die Maschine griff, um das Holzstück zurechtzurücken. Der Senior reagierte zwar schnell, indem er die Zweihandbedienung los ließ, jedoch hatte sich der Keil schon abgesenkt und den Zeige- und Mittelfinger der Hand seiner Ehefrau zertrümmert.

Zweihandschaltung blockiert

 - beim Kauf auf das GS-Zeichen achten bzw. das Zeichen der Prüf- und zertifizierungsstelle der SVLFG achtenEin 42-jähriger Betriebsunternehmer spaltete zwei Meter lange Fichtenstammstücke mit dem hydraulischen Holzspalter, der mit einem Krallenanschlag zum Festhalten des Holzes ausgestattet
war. Da das Holz hiermit nicht optimal fixiert werden konnte, drückte der Mann mit dem Knie das zu spaltende Holzstück gegen den Krallenanschlag. Er löste mit beiden Händen den Spaltvorgang aus, doch das Holz löste sich wieder von der Fixierung und er griff aus Reflex mit einer Hand danach. Der Spaltvorgang stoppte jedoch nicht und der Landwirt quetschte sich die Daumenkuppe ab. Der Vorgang wurde nicht unterbrochen, da der Sicherheitsmechanismus durch unzulässige Manipulation der Maschine außer Kraft gesetzt worden war.

 

Die häufigsten Unfallursachen bei Arbeiten mit Holzspaltern sind:

  • Unzulässige Mitarbeit einer zweiten Personen am Spalter
  • Umfallendes oder aufplatzendes Holzscheit
  • Manipulation der technischen Sicherheitseinrichtungen
  • Unzulässige Verwendung von Spaltern ohne Zweihandschaltung
  • Eingeklemmtes Holz unsachgemäß entfernen

Der Einsatz von Drallkeilspaltern (Kegelspaltern) ist verboten.