Vielerorts gehören Gartenabfälle in die Braune Tonne.Endlich wieder Frühling, endlich wieder in den Garten. Doch was tun mit den abgeschnittenen Zweigen, dem gemähten Gras oder dem gejäteten Unkraut? Ab damit auf die Wiese oder einfach im Wald entsorgen? Nein, raten Experten. Denn: Wer Gartenabfälle unsachgemäß entsorgt, schadet dem Ökosystem Wald.

Überdüngung durch Müll

Wald- und Grünflächen sind in der Regel gut funktionierende Lebensräume. Grünabfälle gefährden dieses Gleichgewicht. Durch das Verrotten von Zweigen, Blätter und Co. reichern sich Nährstoffe in den Böden an. Stickstoff liebende Pflanzen breiten sich aus; Pflanzen, die nährstoffarme Böden bevorzugen, verschwinden.

Herausforderung für Pilz & Co.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt kommt durcheinander. Gemähtes Gras, das im Wald entsorgt wird, verfault und schadet so Bakterien und Pilzen im Waldboden. Oft enthalten Gartenabfälle auch verschiedene Blumenzwiebeln, Samen oder Wurzeln. Fassen diese Fuß, besteht die Gefahr, dass sie heimische Pflanzenarten verdrängen.

Kettenreaktion „wilder“ Müll

Ein weiteres Problem von Gartenabfällen, die im Wald entsorgt werden: Weiterer Müll lässt erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten, darunter meist auch Plastikabfälle und Chemikalien. Kein schöner Anblick und eine zusätzliche Herausforderung für die Tier- und Pflanzenwelt.

Wer seinen Wald liebt, kompostiert die Grünabfälle daher im eigenen Garten oder entsorgt sie in der Braunen Tonne, in Wertstoffhöfen oder in speziellen Kompostieranlagen. Das schreibt übrigens auch das Gesetz vor. Wer Gartenabfälle auf Wiesen- oder Waldflächen entsorgt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

 

Redaktion: Julia Ehmer/Waldliebhaber.de
Foto: Julia Ehmer/Waldliebhaber.de