KiefernwaldIm Hochsommer ist die Waldbrandgefahr am größten. Vergangenes Jahr registrierten die Behörden 515 Brände in Deutschland, 207 davon allein im Monat Juli. Das ist nicht nur der Hitze und der Trockenheit geschuldet, weiß Michael Rolland, Geschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer „Etwa 95 Prozent aller Waldbrände entstehen durch den Menschen – sei es vorsätzlich durch Brandstiftung oder indirekt infolge von weggeworfenen Zigarettenstummeln.“ Wer ein paar Verhaltensregeln befolgt, bringt den Wald, seine Tiere und Besucher sowie die Existenz der Waldbesitzer nicht in Gefahr. [Pressemitteilung AGDW]

Richtiges Verhalten im Wald

Von 1. März bis 31. Oktober ist das Rauchen in Deutschlands Wäldern verboten. In den besonders gefährdeten Bundesländern Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen darf das ganze Jahr über nicht geraucht werden. Auch das Entzünden von Lager- und Grillfeuer im Wald ist untersagt. Der Gesetzgeber bestimmt, dass bei einem offenen Feuer mindestens ein Abstand von 100 Meter zum Waldrand einzuhalten ist. Gegrillt wird am besten an öffentlichen Feuerstellen mit steinigem Untergrund.

Zudem appelliert Michael Rolland an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Waldbesucher. So sollen sie beim Parken des Autos darauf achten, dass Einsatzwege für Rettungs- und Löschfahrzeuge nicht verstellt sind. Wer einen Waldbrand verursacht oder entdeckt, alarmiert bitte unter der Rufnummer 112 die Feuerwehr.

In Zukunft steigendes Risiko durch Klimawandel

Immer öfter entstehen Waldbrände, die von der Feuerwehr nur noch schwer zu kontrollieren und zu löschen sind. Insbesondere in Süd- und Ostdeutschland dürfte die Waldbrandgefahr aufgrund des Klimawandels weiter zunehmen. Anhaltende Trockenheit verbunden mit lockeren Sandböden, die Niederschläge nur wenig speichern, und ein hoher Anteil an Kiefernwäldern machen diese Regionen besonders anfällig für Waldbrände. Das richtige Verhalten sei daher das A und O, erinnert Michael Rolland: „Trotz der immer ungünstigeren natürlichen Faktoren, die einen Waldbrand verursachen können, hängt die tatsächliche Anzahl der Waldbrände auch künftig vor allem vom richtigen Verhalten der Menschen ab.“

Quelle: Pressemitteilung AGDW – Die Waldeigentümer vom 23. Juli 2014
www.waldeigentuemer.de
Foto: AGDW – Die Waldeigentümer

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