"Das Geheimnis der Baeume" Die wenigsten von uns werden wohl jemals selbst einen Regenwald besuchen, geschweige denn, ihn von oben oder in seinen beeindruckenden Details in Ruhe betrachten können. Diese Möglichkeit jedoch verschafft uns der Oscar®-Preisträger Luc Jacquet, der die Kinogänger nach seiner erfolgreichen „Reise der Pinguine“ nun mit dem Film „Das Geheimnis der Bäume“ in die faszinierende Welt der letzten Regenwälder mitnimmt. Auf die Idee, diesen Film zu drehen, hat ihn der renommierte Botaniker Francis Hallé gebracht, der durch den Film führt – zeichnend, beobachtend, staunend. Gedreht wurde in Peru, Gabun und Frankreich, imposante und mitreißende Bildern illustrieren die vielfältigen und wechselseitigen Beziehungen zwischen Tier- und Pflanzenwelt. Die Macher des Films versprechen, dass der Zuschauer die Bäume und die Wälder nach diesem Film mit anderen Augen sehen wird – und hoffen, dass der Film helfen kann, unsere letzten Primärwälder doch noch vor dem Abholzen zu retten.

Dokumentarfilm über das Gesamtkunstwerk Wald

 - Regenwald - riesige Baumwurzeln„Das Geheimnis der Bäume“ will den Zuschauer auf eine poetische Reise entführen, auf der er nicht nur in die Geheimnisse der Bäume eingeweiht, sondern auch für deren Gefährdung sensibilisiert wird. Von der Entstehung des Urwalds bis hin zur Entwicklung der einzigartigen Verbindung zwischen Pflanzen und Tieren entfalten sich nicht weniger als sieben Jahrhunderte vor den Augen des Zuschauers. Mit imposanten Kamerafahrten aus der Vogelperspektive, mikroskopischen Nah- und Zeitrafferaufnahmen präsentiert der Film das Gesamtkunstwerk und -wunder Wald. Der Betrachter lernt den tropischen Urwald kennen, von seinem dunklen, vegetationsarmen Boden bis zur Wunderwelt, die sich oberhalb der Baumkronen entfaltet. Der Dokumentarfilm nimmt uns gleichzeitig mit auf eine Reise zum Ursprung unseres Lebens – nicht umsonst werden die gewaltigen Ur- und Regenwälder die grüne Lunge unseres Planeten genannt. Während der Zuschauer den Botaniker Francis Hallé begleitet, sieht er, wie Bäume geboren werden, wie sie leben und wie sie sterben – dass sie langweilig und harmlos seien, kann der Film eindrucksvoll widerlegen.

Über die Drehorte Peru und Gabun

Warum haben die Filmemacher Peru und Gabun als Drehorte ausgewählt? Peru besitzt hinsichtlich der Biodiversität den fünftreichsten Primärwald der Welt. 700.000 Quadratkilometer des 1,3 Millionen Quadratkilometer großen südamerikanischen Landes sind mit Wald bedeckt. Außerdem verfügt Peru über eine reiche Artenvielfalt, unter anderem 2.937 verschiedene Amphibien, Vögel und Reptilien. Einige von ihnen leben an keinem anderen Ort der Welt. In Peru hat das Filmteam hinter einer kleinen Wetterstation am Ufer des Flusses Manú im Camp Pakitza gedreht. Dieser Platz wurde ausgewählt, weil der dortige Manú Nationalpark ein wahrer Schatz an Artenreichtum ist und ideal in den beiden Regionen Cusco und Madre de Dios liegt. Ein weiterer wichtiger Drehort war Gabuns tropischer Regenwald, der in dem gigantischen Kongobecken liegt – sein Einzugsgebiet zählt zu den größten der Erde. 80 Prozent des Staatsgebiets sind mit Wald bedeckt, außerdem zählt das Land zu den wenigen auf dieser Erde, die noch über einen Urwald verfügen. Teile des Films wurden im Ivindo Nationalpark im Osten und im Loango Park an der Küste, südlich der Hauptstadt Libreville, gedreht.

„Rettet den Regenwald!“

- "Das Geheimnis der Baeume"/Botaniker Francis HalléFür Schüler und Lehrer ist der Film „Das Geheimnis der Bäume“ sicher eine wundervolle Biologiestunde auf dem neuesten Stand der Forschung. Auf der Seite des Vereins „Rettet den Regenwald e.V.“ kann ein vom Verein entwickelter Arbeitsbogen zum Thema heruntergeladen werden. Auf der Seite findet man auch ein interessantes Interview mit dem Regisseur Luc Jacquet. In ihm erzählt er, wie es zu dem Film kam, dass er dem Botaniker Francis Hallé begegnet war, der viele Jahre seines Lebens mit dem Studium der Regenwälder verbracht hat, und der schon seit 10 Jahren einen Film über die Regenwälder verwirklichen wollte. Und Jacquet erzählt, wie er den Regenwald zuerst empfunden und erlebt hat, berichtet über das Erlebnis, die Wunderwelt über den Baumkronen gesehen zu haben, aber auch, mit welchen Schwierigkeiten die Filmcrew zu kämpfen hatte. „Wir müssen unsere Beziehung zur Natur überdenken und ihr mehr Respekt entgegen bringen“, ist das dringende Fazit des Regisseurs am Schluss des Interviews – dazu soll im besten Fall auch sein Film beitragen.

Gudrun Opladen

Auf bald im Wald

Ihre Redaktion von Waldliebhaber.de

 

Weitere Informationen unter: http://www.dasgeheimnisderbaeume.de/

 

Cast & Crew

Buch & Regie: Luc Jacquet

Idee: Francis Hallé

Produzenten: Yves Darondeau, Christophe Lioud und Emmanuel Priou

Produktion: Bonne Pioche in Coproduktion mit France 3 Cinéma, Rhône-Alpes Cinéma und Wild-Touch

Mit: Francis Hallé

Deutscher Sprecher: Bruno Ganz

Kamera: Antoine Marteau