- Das markante, platanenartige Blatt der Elsbeere und die rotbraunen, kleinen FrüchteAus Erlösen ihrer „Wald-Wertpapier“-Aktion hat das Projekt "Wald in Not" jetzt die Pflanzung von rund 100 Elsbeeren auf der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt)-Naturerbe-Fläche Lauterberg bei Coburg unterstützt. Studenten der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe pflanzten die Elsbeeren im Rahmen eines freiwilligen Arbeitseinsatzes, den der Verein Bergwaldprojekt organisiert hatte. Mit der Pflanzung soll auf einer durch Sturm- und Borkenkäferschaden entstandenen Freifläche die natürliche Waldentwicklung (Sukzession) ergänzt werden. Neben den 100 Elsbeeren wurden auch rund 400 Winterlinden in kleinen Gruppen auf der betroffenen Fläche von den Studenten gepflanzt.

Pflanzung der Elsbeeren unterstützt naturnahen Laubmischwald

 - Elsbeere mit typischer, herbstlicher Laubfärbung im ElsbeerReich, westlich des Wiener Waldes, stehen etwa 300 solcher Bäume. Man hat sie vor mehr als 100 Jahren gepflanzt um Früchte zur Schnapsdestillation ernten zu könnenDie Elsbeere gehört zu den seltenen Baumarten, die in den Waldbeständen am Lauterberg noch in Einzelexemplaren natürlich vorkommt. Nach Angaben des Projekts "Wald in Not" dient die Pflanzung der Elsbeeren der Erhaltung der Art am oberfränkischen Lauterberg. Die Pflanzaktion des Vereins Bergwaldprojekt wurde vor Ort betreut vom Bundesforstbetrieb Reußenberg. Sie soll dazu beitragen, das Ziel der DBU Naturerbe GmbH, den Wald auf dem Lauterberg langfristig zu einem naturnahen Laubmischwald zu entwickeln, umzusetzen.

 

 - v.l.n.r. Knospe des Speierlings , Sorbus domestica; Elsbeere, Sorbus torminalis; Mehlbeere, Sorbus aria und der Vogelbeere oder Eberesche, Sorbus aucupariaWie berichtet, widmet sich das Projekt "Wald in Not" in seiner Arbeit auch dem Schutz und der Förderung seltener Baumarten, um die biologische Vielfalt in unseren Wäldern zu schützen und zu erhalten. Diese biologische Vielfalt ist für den Wald und die Forstwirtschaft nach den Worten des Projekts ein wichtiger ökologischer und ökonomischer Wert, weil sie die Grundlage für die Stabilität und Apassungsfähigkeit der Wälder ist - besonders im Hinblick auf ein sich wandelndes Klima. Besonders gefährdet, so das Projekt "Wald in Not" seien dabei Bäume, die in unseren Wäldern nicht so häufig vorkommen, wie beispielsweise der Speierling, die Elsbeere, die Schwarzpappel oder die Eibe. Aber auch verschiedene Wildobstarten gehören dazu. Das Projekt unterstützt deshalb auch die Arbeit des Förderkreises Speierling, der sich besonders um die seltenen Sorbusarten Speierling und Elsbeere bemüht. Außerdem fördert das Projekt "Wald in Not" die Arbeit der IG Edelkastanie - hier gerät eine Baumart in den Folkus, die besonders im Hinblick auf zu erwartende und bereits eingetretende Temperaturanstiege in Zukunft größere Bedeutung erlangen könnte.

Gudrun Opladen

Auf bald im Wald

Ihre Redaktion von Waldliebhaber.de

 

Wenn Sie sich weiter über die Arbeit des Bergwaldprojekts informieren wollen: www.bergwaldprojekt.de/

Informationen zur Aktion „Wald-Wertpapier“ des Projektes "Wald in Not" der DBU Naturerbe GmbH finden Sie unter www.wald-in-not.de.

Ausführlichere Informationen zu der Baumart Elsbeere und Winterlinde enthält auch die von der ehemaligen Stiftung Wald in Not herausgegebene Broschüre „Seltene Bäume in unseren Wäldern – Erkennen, erhalten, nutzen“. Die Broschüre ist zu beziehen beim Projekt "Wald in Not" der DBU Naturerbe GmbH, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn. Auch als Download unter www.wald-in-not.de