Waldfriedhof München Die Idee, die letzte Ruhestätte im Einklang mit der Natur und somit aus der Geometrie traditioneller Friedhöfe auszubrechen, ist keineswegs ein neuer Gedanke, so wie man in Zeiten geschärften Umweltbewusstseins vermuten könnte. Der Waldfriedhof in München ist der erste Friedhof in Deutschland, der dieses Konzept umsetzte. Mittlerweile hat der Waldfriedhof eine beeindruckende, weitläufige Größe von 170 Hektar erreicht. Auch in der Hauptstadt Berlin befinden sich in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick insgesamt vier Waldfriedhöfe. Ein weiterer, großer Waldfriedhof, ist der des Hauptfriedhofes in Koblenz. Die Besonderheit dort ist das Arboretum und ein Baumlehrpfad.

Waldfriedhof contra Friedwald

8748d4985a9724e70a7f452d88e0cc57Seit einigen Jahren werden verstärkt Bestattungen im Friedwald nachgefragt. Vielfach herrscht aber Unklarheit, denn die Begriffe Waldfriedhof und Friedwald werden, speziell wenn die Informationssuche über die Internetrecherche erfolgt, in einem Atemzug genannt. Und so lässt es Interessierte auf den ersten Blick vermuten, es gäbe nur das Angebot, das ein Friedwald bietet. Es wird ihnen nicht bewusst, dass eine Bestattung im Friedwald eher einer anspruchsvollen Wanderung gleichen kann, als einer Prozession. Waldfriedhöfe bieten auch die Möglichkeit, eine Baumbestattung zu wählen und darüber hinaus eine sehr gute Infrastruktur.

Blick in die Zukunft

Eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit ist für große Friedhöfe selbstverständlich geworden. Kriemhild Pöllath-Schwarz, Leiterin der Städtischen Friedhöfe München, bestätigt dass München eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit für alle Friedhöfe der Stadt leistet. Dafür sei besonders der Münchner Waldfriedhof, ein Friedhof von beeindruckender Größe, Ausstrahlung und Schönheit prädestiniert. Schon allein deshalb und auch da er fast alle möglichen Bestattungsformen vereint, böten die Städtischen Friedhöfe München regelmäßig geführte Rundgänge durch den Waldfriedhof an.

Doch auch in anderen Städten werden hinter den Kulissen ständig neue Ideen entwickelt, um der Bevölkerung, die Friedhofskultur näher zu bringen. Ein Punkt könnte der Ausbau pädagogische Aspekte werden, beispielsweise mit weiteren Baumlehrpfaden. Der Friedhof würde damit, neben den botanischen Gärten, zu einem Ort, der zum Schutz gefährdeter Baumarten beiträgt, werden. Zusätzlich hilft es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und, neben dem respektvollen Umgang mit den Toten, ihnen auch die Scheu zu nehmen und zu vermitteln, dass der Tod genauso natürlich ist wie die Natur.

Kristina Rickmers, freie Autorin und
Herausgeberin von www.senioren-im-mittelpunkt.de



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