Biber 2Wir wohnen am Dorfrand, vor unserem Haus befindet sich ein Weiher, ein kleines Biotop. Von Zeit zu Zeit besuchen uns Wildenten. Letztes Jahr brüteten sie vierzehn Eier aus, - unterm Gestrüpp ohne Angst vor unserem Hund. Wenn sie dann auf dem Wasser schwimmen, erfreuen sich die Dorfbewohner über den süßen Anblick. Einige kleine Entlein verschwinden über Nacht, vielleicht ist der Fuchs oder ein Marder schuld daran... Später ziehen die Übriggebliebenen weiter.


An manchen Tagen hört man Frösche. Von weitem ruft der Kuckuck. Abends sieht man Fledermäuse lautlos durch die Luft sausen.

Jetzt hatten wir wieder ein neues Erlebnis. Einige Nächte bellten die Hunde…. Nichts war zu sehn. Doch dann fanden wir einen angenagten Birkenbaum… er sah aus wie eine Eieruhr. Wer war denn das? Und warum? Jeder gab eine Lösung von sich.

Wir legte uns auf die Lauer – alles war stil- es wurde duster… Dann sahen wir Wellen im Wasser, einen Kopf, einen Schwanz. Etwa so groß wie ein ausgewachsener Dackel. Kann es sein? War es ein Biber? Wir konnten es nicht glauben.

Am nächsten Morgen war der Baum gefällt und lag im Wasser. Am nächsten Abend: Es war noch hell und wieder hatten wir uns an einem gut versteckten Platz postiert, diesmal mit Videokamera.



Christine-EdenhoferBald wurden wir für unser Warten belohnt: Ein Plätschern, viele Wellen. Der am Vortag gefällte und im Wasser liegende Baum bewegte sich. Wir hörten Geräusche : ein Knabbern an einem Ast… und dann die Überraschung: Ein großer Biber schwamm mit seinem Ast im Maul unerschrocken an uns vorbei.

Ein unvergessenes Erlebnis, an dem wir noch einige Tag zehren konnten. Mittlerweile ist unser ´Gast´ weiter gezogen in Richtung Wald, vielleicht zum nächsten Weiher mit mehr Ruhe und weniger ´Zuschauern´.

Christine Edenhofer aus Parnkofen


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