Die beste Vorbereitung auf den Winter: kugelrund werden.Eigentlich sind Frösche ziemlich verschieden. Während Wasserfrösche, wie ihr Name schon verrät, hauptsächlich in Gewässern leben, sind Braunfrösche im Laub und auf Bäumen unterwegs. Auch bei der Farbwahl legen sich Frösche nicht fest: da gibt es den braunen Springfrosch, den sattgrünen Laubfrosch oder den Moorfrosch, der sich in der Paarungszeit gerne mal blau verfärbt. Werden die Tage kürzer und kälter, sind sich die Frösche dann doch alle einig: Ein Winterquartier muss her.

Der Grund: Frösche sind wechselwarme Tiere. In ihrem Körper ist es nur so warm wie es draußen ist. Ab einer Außentemperatur von 10 Grad können Frösche sich kaum mehr bewegen. Ihr Herz schlägt viel langsamer; der Luft- und Energiebedarf wird gedrosselt. Ist jetzt kein Quartier gefunden, wird es eng. Viele Frösche verkriechen sich deshalb rechtzeitig in feuchte Erdlöcher oder vergraben sich im Bodenschlamm von Weihern und Teichen. Damit sie auch Minusgraden trotzen können, verfügen viele Frösche über ein körpereigenes Frostschutzmittel. Der Alkohol "Glycerin" verhindert, dass das Blut gefriert.

 Froschwanderung mal anders: auf der Suche nach einem Winterquartier. Meist dauert die Winterstarre von Mitte Oktober bis März. Vorher fressen sich die Tiere die nötigen Reserven an. In der Zeit nach der Winterpause wird gequakt, sich fortgepflanzt und gelaicht. Allerdings warten nicht alle Arten so lange. Der Grasfrosch zum Beispiel kann sich schon im Januar paaren – auch unter einer geschlossenen Eisdecke.

 

Bis dahin wünschen wir Familie Frosch eine Gute Nacht!

 

Redaktion: Waldliebhaber.de
Foto: Waldliebhaber.de

 

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